„Nachdem 2017 der falsche Standort Holländischer Platz scheiterte, fand im August 2020 der Parkplatz am Karlsplatz keine Mehrheit. Seit sechs Monaten waren wir jetzt auf den „Plan B“ der Stadt Kassel“, so Dr. Michael von Rüden, Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion in der Kasseler Stadtverordnetenversammlung. Die Bürgerinnen und Bürger haben nach Überzeugung der CDU-Fraktion ein Recht darauf, schon vor der Kommunalwahl zu wissen, was die Stadt jetzt plant. Michael von Rüden: „Das dilettantische Standortmanagement von Oberbürgermeister und Stadtbaurat hat dazu geführt, dass das wichtige documenta-Institut Jahre hinter dem eigentlichen Zeitplan liegt. Leidtragende ist die Stadt Kassel, denn sie ist verpflichtet, die Mehrkosten zu tragen.“ Die CDU-Fraktion hatte schon in der Vergangenheit die Stadt aufgefordert, rasch alternativ Standorte zu prüfen und dabei auch mit dem Land über mögliche Liegenschaften zu sprechen. Der kulturpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Marcus Leitschuh, sieht die Stadt in der Verantwortung für die verschleppte Umsetzung: „Der ursprüngliche Plan, zur documenta 15 den Bau nutzen zu können, ist ebenso in weiter Ferne, wie überhaupt zur nächsten documenta den Grundstein gelegt zu haben. Hätte die Stadt 2017 einen vernünftigen Vorschlag gemacht, könnte das für Kassel und die documenta so wichtige Institut längst arbeiten, denn die Zuschüsse von Bund und Land stehen längst bereit.“ Die Stadt hatte 2017 den Holländischen Platz ohne Beteiligung der Stadtverordneten im Magistrat bestimmt und nach Protesten zurückgezogen.

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