„Wir fordern den Magistrat auf, den Ortsbeiräten Mitte und Unterneustadt einen entsprechenden Vorschlag zu unterbreiten, welcher Voraussetzung für die durch beide Ortsbeiräte zu treffenden Beschlüsse ist. Sollten die Ortsbeiräte zustimmen, wäre damit auch die seit Jahren vor allem in der SPD schwelende Diskussion um die Branner-Brücke beendet“, so CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Michael von Rüden. Die immer wieder aufgeflammte Debatte um die Umbenennung der Karl-Branner-Brücke ist nach Auffassung des CDU-Fraktionsvorsitzenden kein positives Lehrstück für die junge Generation in Kassel. Dazu haben das widersprüchliche Verhalten des ehemaligen Oberbürgermeisters Hilgen (SPD) und seines Nachfolgers Geselle (SPD) wesentlich beigetragen. Herr Geselle und die Kasseler SPD rücken jetzt endgültig von Branner ab, nachdem sie über mehrere Jahre immer wieder mit klaren Entscheidungen gezögert haben. Die Posse mit einer inhaltlich fragwürdigen Hinweistafel, welche viel zu spät und noch dazu an ungeeigneter Stelle angebracht wurde, war nur ein Punkt, welcher die Diskussion erneut angefacht hat. Mit der Zustimmung der Angehörigen ergibt sich nun eine neue Perspektive für die Brücke. „Mit dem ermordeten ehemaligen Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke als Namensgeber würde die Brücke zu einem Zeichen für Menschlichkeit, Anstand und alle Werte, die unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung ausmachen. Sie würde einen CDU-Politiker würdigen, der diese Werte gelebt hat, der für sie eingetreten ist und dafür sterben musste. Die Brücke wäre damit ein Mahnmal gegen Intoleranz, Hetze, Hass und gegen jede Form von politischem oder religiösen Extremismus“, so Dr. von Rüden.

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