Entschlossenheit, Pflichtbewusstsein, Kompetenz und ein feiner Humor – all dies hat Antonie Steinmeyer ausgezeichnet. Am Samstag ist die frühere Stadträtin und Stadtverordnete im Alter von 85 Jahren verstorben.

"Ihr Einsatz für die Menschen in unserer Stadt wird uns als vorbildlich in Erinnerung bleiben", würdigte Oberbürgermeister Christian Geselle ihr langjähriges Wirken für Kassel.
Antonie Steinmeyer wurde in Darmstadt geboren, schloss ein Studium der Wirtschaftswissenschaften in Marburg als Diplom-Volkswirtin ab und kam dann über berufliche Zwischenstationen im Ruhrgebiet der Liebe wegen nach Kassel. Aus ihrer Ehe mit Hans Steinmeyer gingen zwei Töchter hervor.
Politisch in der CDU verwurzelt, stieg Sie in den 1980er Jahren in die Kommunalpolitik ein, in der sie 20 Jahre lang aktiv mitwirkte, zunächst in der Stadtverordnetenversammlung und von 1989 bis 2001 als Stadträtin. Einen konstanten Schwerpunkt ihrer Arbeit bildete die Frauenpolitik. Intensiver befasste sich außerdem mit Fragen von Wirtschaft, Umwelt und Energie.
Auch außerhalb der Politik setzte sich Antonie Steinmeyer ehrenamtlich ein. An ihrem Lebensmittelpunkt in Bad Wilhelmshöhe gehörte sie dem Pfarrgemeinderat der Fatima-Gemeinde sowie dem Bürgerverein an. Außerdem wirkte sie unter anderem im Beirat der Justizvollzugsanstalt, im Deutschen Frauenring und im Verein zur Rettung historischer Denkmäler mit.
Für ihren umfassenden Einsatz für das Gemeinwesen wurde ihr 1998 das Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Die Stadt Kassel dankte ihr unter anderem durch die Verleihung der Stadtmedaille und die Ehrenbezeichnung als "Stadtälteste".
Antonie Steinmeyer habe parteiübergreifend die Verständigung gesucht, betonte der Oberbürgermeister. Sie trat beispielweise bei öffentlichen Anlässen so oft gemeinsam mit ihrer damaligen Magistratskollegin Annemarie Hartwig (SPD) auf, dass dieses Duo bald liebevoll als "Doppeltes Lottchen" bezeichnet wurde. Genau wie diese wurde auch Antonie Steinmeyer 85 Jahre alt. "Unser Mitgefühl gilt ihren Angehörigen und allen Weggefährten. Die Stadt Kassel wird sie nicht vergessen", schloss der Oberbürgermeister.

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