Die gespielte Betroffenheit der SPD in der vergangenen Sitzung des Rechtsausschusses über das Anliegen der CDU-Fraktion, zur Verbesserung der Situation in der Innenstadt eine Ausweitung von Alkoholverbotszonen auszuprobieren, ist die pure Heuchelei. Mit moralinsauren Pseudo-Totschlagsargumenten soll die eigene Unfähigkeit, Untätigkeit und vor allen Dingen Unwilligkeit des rot-grünen Magistrats von den Kettenhunden der SPD kaschiert werden, erklärte CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Norbert Wett. Wieder einmal regiert die von der Arroganz der Macht noch immer nicht geheilte SPD über die Köpfe der Menschen hinweg und ignoriert den vielfach vorgetragenen Bürgerwillen nach einer Verbesserung der katastrophalen Lage in der Innenstadt. Dabei sind Alkoholverbotszonen ein probates Mittel, um die Situation zu verbessern, wie das temporäre Alkoholverbot in der Goetheanlage erfolgreich gezeigt hat. Warum die SPD, wie deren Vertreter im Ausschuss geäußert haben, die Trinkerszene lieber im Sichtfeld in der Innenstadt haben wollen, bleibt unverständlich und offenbart ein seltsames Weltbild bzw. ein gerüttelt Maß an Weltfremdheit. Was bei so einer rot-grünen Politik herauskommt, kann man auch in der Unteren Königsstraße rund um den Druselturm beobachten, wo Leerstände, Vermüllung und Verwahrlosung um sich greifen. Das neue geplante Pflaster allein hilft dort jedenfalls nicht. Wenn das Kind wie dort durch ein Jahrzehnt des Nichtstuns erst einmal in den Brunnen gefallen ist, ist guter Rat teuer. Daher tritt die CDU-Fraktion weiterhin dafür ein, die Alkoholverbotszonen in der Stadt auszuweiten und dem Ordnungsamt hiermit eine Möglichkeit zum Durchgreifen an die Hand zu geben, damit die Abwärtsspirale gebremst wird, so Dr. Wett weiter. Es ist wenig hilfreich, das Bedürfnis der Menschen in Kassel nach mehr Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung mit KZ-Vergleichen im Rechtsausschuss in eine Schmuddelecke zu drängen. So kann man mit seinen Bürgerinnen und Bürgern nicht umgehen und die CDU-Fraktion wird sich weiterhin gegen diese Ignoranz und Überheblichkeit stemmen, so Dr. Wett.

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