Der nordhessische Schularbeitskreis der CDU beschäftigt sich regelmäßig mit aktuellen schulpolitischen Themen und der besonderen Situation der Schulen in Nordhessen. Zur jüngsten Sitzung hatten die beiden Bildungspolitikerinnen Claudia Ravensburg MdL und Sabine Stuhlmann, in Schülerforschungszentrum Nordhessen eingeladen. 2012 ist das  Schülerforschungszentrum als Kooperationsprojekt des Landes, der Universität Kassel sowie Stadt und Landkreis Kassel eröffnet worden. Hervorgegangen ist es aus dem PhysikClub und bietet seit nunmehr 5 Jahren in einem Neubau auf dem Campus der Albert-Schweizer-Schule einen ganz besonderen Lernort für naturwissenschaftlich interessierte Schüler aus Nordhessen.

Unter dem Motto Naturwissenschaften und Technik kann Spaß machen, werden Kinder und Jugendliche an Technik- und Naturwissenschaften sowie forschendes Lernen und Forschung herangeführt. Schüler/innen nordhessischer Schulen von Klasse 5 bis 13 forschen in Teams an echten Problemen der Naturwissenschaften: Eigene Experimente und Projekte mit Schwerpunkten in Physik, Astrophysik, Geophysik, Chemie, Biologie, Technik, Informatik und Mathematik, aktuell und praxisorientiert. Hierzu bietet das Zentrum mit gut ausgestatteten Laboren für Chemie, Biologie, Physik und sogar eine Sternwarte beste Voraussetzungen zur Forschung. Aktuell forschen 350 Jugendliche aller Altersklassen aus 40 nordhessischen Schulen an rund 170 Projekten.

Im Schülerforschungszentrum (SFN), geht es um das Erlernen von Forschungsstrategien und um die Motivation sich über den Unterricht hinaus mit Naturwissenschaften zu beschäftigen. Es legt Wert darauf, dass nicht nur gestellte Aufgaben (mit letztlich bekannten Lösungen) nachvollzogen werden, sondern dass eigene offene Forschungsstrategien verfolgt werden. Die jungen Forscher werden bei der Umsetzung ihrer Projektarbeiten begleitet, aber auch interessierten Jugendlichen werden Wege aufgezeigt, Spaß und Interesse an eigener Forschung zu entwickeln. Auch Schulklassen oder Gruppen sind herzlich willkommen.

Sabine Stuhlmann setzt sich insbesondere für die Förderung der Mädchen ein. Als Leiterin des Projekts Nawi-LoLa - Lernort Labor für Mädchen und junge Frauen lädt sie regelmäßig Schülerinnen ins SFN ein. In speziellen Camps erhalten Sie die Möglichkeit sich den Mintfächern spielerisch zu nähern, um die Freude und Begeisterung für die MINT-Fächer zu wecken. Dabei soll das didaktisch-methodische Konzept immer auf den Regelunterricht übertragbar sein, so dass auch der „normale“ naturwissenschaftliche Unterricht von den Angeboten profitieren kann.

Bei ihrem Rundgang erläuterte der Leiter und Initiator Klaus-Peter Haupt die Arbeitsweise des Zentrums. Schüler aus ganz Nordhessen können die Angebote nutzen und spielerisch sich die Welt der Naturwissenschaften erschließen.  Unterstützt werden die jungen Forscher von Studenten der Universität Kassel und den Lehrern am Zentrum. Und der Erfolg kann sich sehen lassen mit zahlreichen Auszeichnungen und Preisen. So sind bereits mehrere Landes- und Bundessieger bei Jugend forscht aus dem Schülerforschungszentrum hervorgegangen und auch in diesem Jahr bereiten sich wieder Teams auf die Bundesentscheide vor. Durch die Erfolge  ist das Schülerforschungszentrum weit über die Grenzen Nordhessens bekannt geworden und ist inzwischen Vorbild für ähnliche Zentren in mehreren anderen Bundesländern geworden.

Doch der Erfolg hängt immer auch von den Menschen ab, die so ein Zentrum mit Herzblut leiten. Ihren Dank richteten die begeisterten Schulpolitiker deshalb an Klaus-Peter Haupt, der die Entwicklung von Anfang an begleitet und an Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann und dem damaligen Unipräsidenten Prof. Dr. Dieter Postlep, die das Projekt vorangetrieben haben.

Foto:  Annette Knieling (Stadt Kassel), Andreas Mock (Landkreis Kassel),  Leiter des Schülerforschungszentrum Klaus-Peter Haupt, Claudia Ravensburg MdL, Dr. Jaques Bassock (Stadt Kassel), Else Zekl (Waldeck-Frankenberg), Berthold Umbach (Schwalm-Eder-Kreis), Sabine Stuhlmann (Stadt Kassel), Holger Römer (Stadt Kassel) 

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