Die Vereinbarungen von SPD, Grünen und zwei fraktionslosen Stadtverordneten zur Bildungspolitik bieten nach Ansicht des CDU-Fraktionsvorsitzenden Dr. Michael von Rüden nur wenig Substanz. So bleibe der Stadtteil Bettenhausen auch in Zukunft ein weißer Fleck in der Bildungsregion Kassel. Es finde sich in dem Vertragstext zum Beispiel kein Wort darüber, wie das neu entstehende Wohngebiet auf dem Gelände der ehemaligen Eichendorff-Schule mit einem wohnortnahen Schulangebot versorgt werden solle. Ebensowenig fänden sich konkrete Vereinbarungen zur notwendigen Sanierung der Schulgebäude aus den 60er-/70er-Jahren, wie der Hegelsbergschule und der Georg-August-Zinn-Schule, oder der Berufsschulen. Stattdessen werden aus der Sicht von Dr. von Rüden alle verfügbaren Mittel in das Inklusionsmodell gesteckt, obwohl weder die personelle noch die sächliche Infrastruktur der Schulen auch nur annähernd den Erfordernissen entspricht. „Schuldezernentin Janz will die Inklusion um jeden Preis und in kürzester Zeit durchsetzen. Ähnlich große Beachtung findet bei ihr nur noch die Weiterentwicklung der Ganztagsbetreuung, was sie als synonym für Bildungsgerechtigkeit ansieht“ „Es wird höchste Zeit“ – so Dr. von Rüden – „dass Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität des Unterrichts wieder in den Mittelpunkt gerückt werden, damit hessische Schülerinnen und Schüler im nationalen und internationalen Vergleich mithalten können.“

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