Für die Einführung von Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen gibt es keinen Beschluss der Kasseler Stadtverordnetenversammlung. Darauf verweist der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Dominique Kalb.

„Einem solchen Antrag hätte die CDU auch nicht zugestimmt, weil eine Tempo-30-Geschwindigkeitsbeschränkung auf Kasseler Hauptverkehrsstraßen überwiegend zu Verschlechterungen und zu Verdrängungseffekten in verkehrsberuhigte Nebenstraßen führen würde“, so Kalb. Beschlossen wurde in der Stadtverordnetenversammlung lediglich ein Berichtsantrag, wonach der Magistrat „in der Ausschusssitzung am 15. Mai 2018 über Erfahrungen mit Tempo 30 nachts auf Hauptverkehrsstraßen aus anderen Städten“ berichten soll. Eine mögliche Einschätzung des rot-grünen Magistrats, ob die Ergebnisse aus anderen Städten auf Kassel übertragbar sind, bleibt dabei abzuwarten. Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe von Untersuchungen, die klar zeigen, dass weder beim Thema Sicherheit, noch beim Lärmschutz oder der Luftreinhaltung durch eine Verlangsamung des Verkehrs auf den Hauptstraßen positive Effekte zu erzielen wären“, so Kalb.

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