Die CDU-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung kritisiert die Informationspolitik des Magistrats in Sachen Flüchtlingsunterkunft im Gebäude der ehemaligen Druckerei Schanze in Wehlheiden. „Es wäre ein unglaublicher Vorgang, wenn der Magistrat versuchen würde, Bürgerinnen und Bürgern während einer Ortsbeiratssitzung in der Frage von Flüchtlingsunterkünften auch im Hinblick auf die Kommunalwahl einen Bären aufzubinden“, kritisiert CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Norbert Wett. Hier stellt sich die Frage, ob Ortsvorsteher Sprafke und anwesende Vertreter der Stadt tatsächlich an kollektiver Ahnungslosigkeit gelitten oder ob sie bewusst die Pläne von Sozialdezernent Geselle verschwiegen haben, der auf dem Schanze-Gelände an der Kohlenstraße die Einrichtung einer Großunterkunft für Flüchtlinge plant. „Sollte Ersteres tatsächlich zutreffend sein, hätte Herr Sprafke aufs Schärfste protestieren müssen, da er als Wehlheider Ortsvorsteher unmöglich hinnehmen kann, derart über den Löffel balbiert zu werden“, so Dr. Wett. Wenn zudem nach Aussagen von Dezernent Geselle die Überlegungen für die Flüchtlingsunterkunft schon länger liefen, dann stellt sich zusätzlich auch die Frage, ob hier städtischen Mitarbeitern nicht ganz bewusst ein Maulkorb verpasst wurde. „Dies ist alles absolut inakzeptabel. Die Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht darauf, frühzeitig und umfassend informiert zu werden. Der jetzt angerichtete Flurschaden ist immens, da solch ein Vorgehen die Ortsbeiräte schwächt und die Politikverdrossenheit fördert“, so Dr. Wett.

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