Die Installation von neuen stationären Geschwindigkeitsmessanlagen in Kassel wird von der CDU-Fraktion Kassel als nicht zielführend angesehen. „Mobile Geschwindigkeitskontrollen - wie z.B. im Zuge der landesweiten „Aktionswoche Geschwindigkeit“ - haben einen viel höheren Effekt in Bezug auf die Einhaltung der jeweils vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeit im Stadtgebiet. Sie können flexibel und schnell eingesetzt werden und ermöglichen die Überwachung mehrerer Gefahrenschwerpunkte“, erklärte der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Dominique Kalb. Stationäre Messanlagen können dies nicht leisten, da sie nur punktuell wirksam sind. Vielfach ist zu beobachten, dass Fahrzeugführer vor solchen Messstellen abbremsen, um danach gleich wieder zu beschleunigen, was zudem zu zusätzlichen Lärm- und Schadstoffemissionen führt. Illegalen Autorennen oder „Disco-Rasern“ ist mit stationären Blitzern ebenfalls nicht beizukommen. Da Standorte derartiger Anlagen in kürzester Zeit zahlreichen Verkehrsteilnehmern bekannt sind, könnten sich zudem die bereits von Kämmerer Geselle im städtischen Haushalt einkalkulierten Mehreinnahmen bald als Makulatur erweisen. „Offenbar haben SPD und Grüne den Blitzerskandal nicht zum Anlass genommen, über die Frage einer wirkungsvollen Erhöhung der Verkehrssicherheit in Kassel nachzudenken“, so Kalb.

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