Die Kostensteigerungen bei der Sanierung des Rathausflügels Obere Karlsstraße um 11 Mio. € von 25 Mio. € auf 36 Mio. € werden von der CDU-Fraktion als schwerwiegenderer Vorgang scharf kritisiert.

„44 Prozent Kostensteigerung sind Ergebnis von Fehlsteuerungen. Es ist ein Problem, dass es in Kassel offenbar keine wirkungsvolle Kostenkontrolle gibt und in dieser Frage von den Verantwortlichen nicht mit dem notwendigen Nachdruck agiert wird“, so CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Michael von Rüden. Die CDU hatte bereits 2014 einen Antrag in der Stadtverordnetenversammlung zur Abstimmung gestellt, welcher zum Ziel hatte, durch ein entsprechendes städtisches Zielkostenmanagement bei städtischen Bauprojekten größtmögliche Kostensicherheit zu gewährleisten. SPD und Grüne haben das mit ihrer Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung leider abgelehnt. Als Bund und Land im Rahmen des kommunalen Investitionsprogramms 2016 über 40 Mio. € zur Sanierung städtischer Gebäude zur Verfügung gestellt hatten, wollte die CDU davon 20 Mio. € für die Sanierung von Schulgebäuden investieren. Auch das haben SPD und Grüne mit dem Hinweis abgelehnt, dass dieses Geld für die Rathaussanierung verwendet werden solle. „Der CDU wurde damals sogar vorgeworfen, gegen die Interessen der städtischen Mitarbeiter zu agieren. Dass tausende Schüler an den Kasseler Schulen in Gebäuden unterrichtet werden, die sich teilweise in einem deutlich schlechteren Bauzustand befinden als der Rathausflügel Obere Karlsstraße, war dem rot-grünen Magistrat offenbar egal“, so Dr. von Rüden. Die CDU befürchtet, dass die Kostensteigerung bei der Rathaussanierung am Ende sogar noch höher ausfallen wird, als derzeit bekannt ist.
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