Mit der Ankündigung von Oberbürgermeister Hilgen (SPD), nach anhaltenden Protesten 4 weitere Ordnungspolizisten zur Lösung des Trinkerproblems in der Innenstadt einzustellen, hat dieser nicht nur eine Kehrtwendung von 180 Grad vollzogen, sondern auch gezeigt, dass er zu wirklich konsequenten und zielführenden Lösungen nicht fähig ist. Jahrelang hat die CDU-Fraktion Kassel mit einer Vielzahl von Initiativen und Anträgen auf eine Lösung des Problems, welches sich von Jahr zu Jahr verschlimmert hat, hingewiesen. In seinen 12 Amtsjahren hat Oberbürgermeister Hilgen hingegen dem Treiben der innerstädtischen Trinkerszene tatenlos zugesehen. Zusammen mit der politischen Mehrheit aus SPD und Grünen im Rathaus wurden aus rein ideologischen Gründen alle Vorschläge zur Verbesserung der Situation immer wieder abgelehnt und die Probleme verharmlost. Nun, wenige Wochen vor der anstehenden Neuwahl des Ortsbeirats Mitte und der im Frühjahr des kommenden Jahres stattfindenden Oberbürgermeisterwahl, ändert Hilgen plötzlich seine Meinung und erklärt, mit vier neuen Ordnungspolizisten das Problem lösen zu wollen. „Das ist allerdings deutlich zu kurz gesprungen", so der sicherheitspolitische Sprecher der CDU-Fraktion Stefan Kortmann. Um den Ordnungspolizisten wirksame Handlungsmöglichkeit zu verschaffen, ist es unabdingbar, nach dem Muster vieler anderer Städte in der Kasseler Innenstadt das Trinken von Alkohol außerhalb gastronomischer Betriebe zu untersagen. Nur dann haben die Ordnungspolizisten auch eine klare Rechtsgrundlage, um die akuten Probleme wirklich anzugehen", so Kortmann. An anderen Stellen wurden in Kassel bereits erfolgreich Alkoholverbotszonen eingerichtet.

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